Im Berner Seeland bleiben die Niederschlagsmengen deutlich unter dem langjährigen Mittel, was die bereits ausgeprägte Dürresituation weiter verschärft. Die Böden sind vielerorts ausgetrocknet, kleinere Bäche führen nur noch wenig Wasser, und die Vegetation zeigt verbreitet Stresssymptome.
Für den August deuten die Modelle auf eine fortgesetzt unterdurchschnittliche Niederschlagsneigung hin, mit einzelnen gewittrigen Unterbrüchen. Eine nachhaltige Entspannung ist daher vorerst nicht zu erwarten, sodass Landwirtschaft und Gewässer weiterhin stark belastet bleiben.
Daher ist bis auf weiteres im Seeland mit keinen nennenswerten Pilzfunden zu rechnen. Die Ausnahme besteht aus Hypogäen (unterirdisch wachsende Pilze), also zum Beispiel Trüffeln, denen die Sommerhitze weniger anhaben konnte. Aber auch da zeichnet sich schon eine unterdurchschnittliche Ernte ab, allen voran der Grösse (viel zu klein) sowie der Menge und Qualität.
Nachfolgende Grafik zeigt den Jahresverlauf der Niederschlagsmengen bei der Messstation Aarberg.